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Leben und mehr

Newton’s Erkenntnis

Vor einiger Zeit wurde ich von einem Kommilitonen mit folgendem Satz konfrontiert: „Glauben und Naturwissenschaft, das passt doch irgendwie nicht zusammen.“

Setzt man sich allerdings näher mit dieser Thematik auseinander, kann man zu einem ganz anderen Schluss kommen.

Zu einer genaueren Analyse des Themas wurden verschiedene Professoren befragt. Nachfolgend sind ihre Antworten auf die Frage: "Glauben Sie, dass es in der Naturwissenschaft Hinweise auf einen Gott gibt?" angegeben.

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. habil. Heinz Ulbrich:

Für mich gibt es schon eine höhere Macht, die alles steuert und lenkt. Man kann´s natürlich glauben, oder nicht. Wenn wir an unseren humanoiden Robotern arbeiten, staunt man schon, was für ein Wunder der Mensch ist. Woher soll das kommen? Ich denke, dass hat sich doch jemand ausgedacht. Oder wenn man die Natur betrachtet, wird man demütig und muss schon fast glauben. Manche Dinge kann man einfach nicht erklären, da kommt man schon ins Grübeln.

Prof. Dr. Wolfgang Polifke:

Es gibt ja dieses Zitat von Heisenberg: "Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott".

Als ich ein Buch über die Darwinistische Evolutionstheorie las, war das dieser erste Schluck. Auf dem Grund des Bechers bin ich allerdings noch nicht angekommen.

Prof. Dr. mont. Ewald Werner:

Es gibt ja genügend Hinweise. Allerdings, wenn man irgendetwas nicht erklären kann, wird das meistens Gott in die Schuhe geschoben. [...] Naturwissenschaftler sind ja Zyniker. Ja, ich glaube schon, dass es einen Gott gibt. Wenn man sich auch z. B. das Universum anschaut, das sich immer mehr ausdehnt, fragt man sich auch, wohin?

Prof. Dr.-Ing. Klaus Bender:

Ich stimme eigentlich den Aussagen von Newton und Heisenberg zu (siehe S. 46 und 48). So wie sich in der Informationstechnik nichts von selbst entwickelt, ist es auch in der Natur, es kann nicht zufällig entstanden sein.

Der Mensch entwickelt / erfindet zwar viele neue Dinge, aber sich selbst hat er nicht erfunden. Auch die großartige Ordnung weißt darauf hin, dass es einen Gott gibt.

Prof. Dr.-Ing. Hartmut Hoffmann:

Uneingeschränkt ja. Es gibt soviele Phänomene, die naturwissenschaftlich ungeklärt sind, und das Zusammenspiel der Natur ist so faszinierend, dass dahinter einfach ein Regelmechanismus sein muss - man kann es das Göttliche oder Gott nennen.

Ich denke, was die Naturwissenschaft zeigt und auch was sie nicht zeigt, deutet darauf hin, dass ein Planungsinstrument existieren muss.

In letzter Konsequenz kann man sagen, ob es einen Gott gibt, ist nicht beweisbar; man muss es glauben. Allerdings, wer nicht daran glaubt, kann auch nicht das Gegenteil beweisen.

In Hinblick auf das Zitat von W. Heisenberg kann ich, da ich ja auch schon fortgeschrittenen Alters bin, sagen, dass mir die Faszination der Natur und damit die Existenz des Göttlichen immer mehr bewusst wird

Viele bekannte und einflussreiche Naturforscher der Vergangenheit haben sich wie folgt geäußert:

Ernest Rutherford

"Auch der sachliche Wissenschaftler, der das Geheimnis des Seins in etwa "entzaubert", muss kein Zweifler an Gott sein. Es ist eine irrige Auffassung in Laienkreisen, dass der Gelehrte, der mehr vom Sein weiß als andere, darum gottlos sein müsste. Ganz im Gegenteil: Unsere Arbeit bringt uns Gott näher. Sie erhöht unsere Ehrfurcht vor seiner gigantischen Macht, vor der unsere armseligen Werkzeuge - so titanenhaft sie uns auf Erden auch erscheinen mögen - jämmerlich versagen."

Augustin Louis Cauchy

"Ich bin ein Christ, das heißt, ich glaube an die Gottheit Christi wie Tycho de Brahe, Kopernikus, Descartes, Newton, Leibniz, Pascal [...] wie sämtliche großen Astronomen und Mathematiker der Vergangenheit."

Johannes Kepler

"Die Erhabenheit Deiner Schöpfung wollte ich den Menschen verkünden, soweit mein beschränkter Verstand deine Unendlichkeit begreifen konnte."

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"Astronomie treiben heißt die Gedanken Gottes nachlesen."

Blaise Pascal

"Der Glaube sagt wohl, was die Sinne nicht sagen, aber er sagt nicht das Gegenteil dessen, was sie wahrnehmen; er ist darüber, nicht dagegen!"

Werner von Siemens

"Je tiefer wir in das harmonische [...] Walten der Naturkräfte eindringen, desto mehr fühlen wir uns zu demütiger Bescheidenheit angeregt [...], desto höher steigt unsere Bewunderung der unendlichen ordnenden Weisheit, welche die ganze Schöpfung durchdringt."

Werner Heisenberg

"Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."

Thomas Alva Edison

"[...] den größten Respekt und die größte Bewunderung für Ingenieure, besonders für den größten unter ihnen: Gott!"

Alessandro Volta

"Die grundlegenden Wahrheiten des Glaubens habe ich einem eingehenden Studium unterworfen und [...] dadurch sprechende Beweise erhalten, die die Religion auch dem natürlichen Geiste glaubwürdig machen."

André Marie Ampère

"Der überzeugendste Beweis für die Existenz Gottes ist der Beweis, welcher der augenscheinlichen Harmonie jener Mittel entnommen ist, welche die Ordnung des Weltalls aufrecht erhalten und durch welche die Lebewesen in ihrem Organismus all das finden, was sie für ihre Fortdauer, Fortpflanzung, Entwicklung ihrer physikalischen und geistigen Fähigkeiten benötigen."

Karl Friedrich Gauß

"Wenn unsere letzte Stunde schlägt, wird es unsere unsagbar große Freude sein, den zu sehen, den wir in unserem Schaffen nur ahnen konnten."

Albert Einstein

"Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er sich nicht vorzustellen vermag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut, von ihm zum erstenmal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft - die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat diese kaum begriffen."

Isaak Newton

"Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesens zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis."

Diese Zitate sind nur eine Auswahl. Viele weitere große Naturwissenschaftler gaben bekannt, an einen Gott zu glauben. Zudem ist die Anzahl der Menschen, die nicht an die Existenz eines Gottes glauben, nicht so hoch, wie landläufig angenommen. So bezeichnen sich in Europa 5 % der Menschen als Atheisten, in den USA gerade mal 1,2 % (in den Neuen Bundesländern ist mit 21,7 % die Rate besonders hoch).

Meine Antwort an den Kommilitonen, dass Glaube und Naturwissenschaft sehr wohl vereinbar seien, steht somit im Einklang mit der Einstellung vieler großer Naturforscher. Außerdem gibt es dem Alltag einen viel tieferen Sinn, nicht nur zu wissen, dass man nicht aus dem Nichts entstanden ist, sondern auch die Hoffnung auf ein neues Leben zu haben, wo es weder Studiengebühren noch Amokläufer gibt und wo wir den sehen werden, der sagt: "Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst."¹

"Gebe Gott, dass dieses mein Glaubensbekenntnis reiche Früchte trage!" (Alessandro Volta, Begründer des Zeitalters der Elektrizität)

Quellen: Dieter Hattrup von Paulinus "Gottbekenntnisse großer Naturforscher", http://de.wikipedia.org/

Jakob Wieck